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Parallele Tonleitern
Mit den 7 Tönen der Tonleiter lassen sich 7 verschiedene Tonleitern bilden, jeder Ton kann Ausgangston (Grundton) einer Tonleiter sein. Die Tonleiter, welche bei c beginnt heisst C-Dur, beginnen wir bei d (also d-e-f-g-a-h-c-d) so erhalten wir Dorisch (alte Kirchentonart), die Tonleiter von e aus nannte man Pgrygisch usw. Neben der Durtonleiter ist heute das ehemalige aeolisch (Tonleiter beginnend mit a) die wichtigste, man nennt sie moll. Klar wird auch, das alle diese Tonleitern aus denselben Tönen zusammengestzt sind, nur der Anfagston ist jeweils ein anderer. Die Molltonleiter, die aus denselben Tönen besteht, wie die entsprechende Durtonleiter beginnt auf dem sechsten Ton dieser Durtonleiter. (a ist der sechste Ton in C-Dur). Die beiden Tonleitern C-Dur und a-moll nennt man Parallelen: a-moll ist die Mollparallele von C-Dur, C-Dur ist die Durparallele von a-moll. Die Schüler interessieren einfache Rezepte zur sicheren Bestimmung der Tonarten: Nicht sehr musikalisch aber oft richtig ist wenn man sagt, dass die Mollparallele drei halbe Töne (ersten Ton nicht mitzählen oder mit Null zu zählen beginnen) tiefer als die Durtonleiter beginnt. Landet man mit zählen am Klavier auf einer schwarzen Taste, so weiss man nicht ob es nun eine Tonleiter mit Kreuz (is) oder mit b (es) ist. Da die Mollparallele aber dieselben Töne (also auch Vorzeichen) hat wie die Durparallele, kann man die Entscheidung mit dem Wissen um die Vorzeichen der Tonart von der man ausgegangen ist fällen (gis moll hat eben genau so Kreuze wie H-Dur, es-moll hat ebenso b wie Ges-Dur). Alle Parallelen sind:
Von C-Dur zur Mollparallele a-moll 3 Halbtonschritte abwärts zählen, dabei die schwarzen Tasten mitzählen und bei Null beginnen:
Von Des-Dur zur Mollparallele b-moll 3 Halbtonschritte abwärts zählen
Etwas schwieriger ist es, wenn man die Molltonleiter direkt bestimmen muss. Die Durparallele liegt entsprechend drei Halbe Töne höher als die Mollparallele, die Vorzeichen für die Molltonleiter besorgt man sich von der Durparallele. Da die weissen Tasten nicht direkt verraten, ob sie eine Mollparallele mit Kreuzen oder b haben, kann man sich (fast immer) daran halten, das die Parallelen der weissen Tasten Tonleitern mit b sind. (Ausnahmen sind e-moll mit Parallele G-Dur und h-moll mit Parallele D-Dur). Die musikalischere Variante, nämlich zu sagen dass die Durparallele eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) höher beginnt, ist in diesem Falle auch sehr zu empfehlen. Wichtig ist, das man bei der Notation einer Molltonleiter nicht aus Versehen die Durparallele schreibt, von der man die Vorzeichen bestimmt hat.
Wenn man von gis 3 Halbtöne aufwärts zählt, landet man bei H. H ist die Parallele, weil es ebenfalls eine Tonleiter mit Kreuzen ist. Ist aber der Ausgangston As, also die Frage, welche Vorzeichen hat as-moll, ist der Zielton, 3 Halbtöne höher, nicht H sondern Ces, denn Ces ist die Tonleiter mit b. Ebenfalls ist H eine kleine Terz höher als gis und Ces eine kleine Terz höher als Ces. |
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| last update: 07.09.2011 | © Fachschaft Musik 2007-11 Website: Christian Meldau / Roland Meier |
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